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Und wieder dasselbe

Wenn die Gewässer kein Ende kennen,

und die Leiber aller andren Männer

mit dir um die Wette rennen,

dann erkennst du den Kenner,

der dich bald schon besiegt,

und statt dir an ihrer Seite liegt.

 

Wenn deine Trauer gar nichts bringt,

und deine einsame Seele zerstört

nur noch um ihr Leben singt,

dann weißt du, wem sie gehört,

und wer sie für immer hält,

und auch auf ewig noch behält.

 

Ja wenn dies geschieht, siehst du die Zeichen,

dass alle Zeiten des Lebens sich immer gleichen.

7.5.07 22:13, kommentieren

Mein erster Tod

Warum müssen die schönsten Tage nur immer so Enden? Was habe ich bitte Böses getan? Das würde ich echt gerne mal wissen! Man hilft den Leuten, gibt seine Freunde auf und vernachlässigt sogar die Schule, nur um mehr Zeit mit einem geliebten Menschen verbringen zu können.

Als Dank verliert man dann sein letztes Refugium vor der Welt. Als Dank nimmt man einem dann auch noch die letzte Sache, in der man nur mit der geliebten Person und ein paar guten Freunden Spaß haben kann, ohne über Probleme oder ähnliches nachzudenken. Als Dank wird nichts mit einem geredet, da ja andere Menschen wichtiger sind, als man selbst, der sich durch die Hölle selbst kämpfen würde, nur um die geliebte Person lieben zu dürfen.

Was kann man in einer solchen Situation tun? Die geliebte Person in den Armen halten? Wie denn, wenn man sie nur hört, und das die einzige Verbindung darstellt, jetzt wo alle anderen Möglichkeiten weg sind? Ist es notwendig sich selbst zu quälen? Was bringt das schon?

Einige wunderschöne Stunden und die Berührungen des geliebten Menschen. Doch zu welchem Preis? Den Verlust des eigenen Willens, der eigenen Wünsche und der eigenen Kameraden, die einen unterstützt haben und nun von einem ablassen, da man sie nur für den geliebten Menschen aufgab. Doch das Selbe kann man nicht von diesem geliebten Menschen verlangen, da man diesem Menschen damit einen Stich ins Herz verpassen würde, und dies ist nur dem geliebten Menschen erlaubt an einem selbst zu tun.

Man muss dem geliebten Menschen sogar den Dolch in die Hand legen, auf dass man sein Leben vollkommen aufgibt. Doch dazu wird es nicht kommen!

Nein, auf jeden Fall nicht. Ich weiß jetzt, wie ich es verhindern kann. Ich werde dem geliebten Menschen nicht die Genugtuung lassen, vollkommene Macht über mich zu haben.

Heute werde ich einen Schlussstrich setzen. Ich werde dem geliebten Menschen zeigen, dass ich selbst der Herr über mein Leben bin, ja, ich werde dem geliebten Menschen zeigen, dass nur ein Mensch bestimmen darf, wann ich diese Welt verlasse, und dieser Mensch bin ich selbst!

Die Schere neben mir sollte dafür doch reichen. Einfach nur in die Hand nehmen und an die Gurgel nehmen. Hälse sind doch etwas Tolles! Ein einziger Schnitt an der richtigen Stelle, und jegliche Macht über mich liegt wieder in meinen Händen. So hat der geliebte keine Macht mehr über mich.

Nie wieder wird der geliebte Mensch mir wehtun können. Nie wieder werde ich den geliebten Menschen verletzen. Nie wieder werde ich irgendwem ein Haar krümmen.

Die Menschen um mich herum müssen nur eines akzeptieren, und das ist, dass ich die einzig wahre Freiheit des Menschen haben will, nämlich die Freiheit zu bestimmen, wann ich gehen will. Und ich will jetzt gehen. Es hat einfach alles keinen Sinn mehr!

Die Klinge berührt meinen Hals, ich spüre die ersten Blutstropfen, doch dann kann ich nicht mehr weiter. Warum?

Ich will nicht aufgeben. Ich kann nicht aufgeben. Ich werde die Schmerzen weiter ertragen. Warum soll ich für etwas sterben, an dem andere Leute schuld sind?

Ja, nicht ich werde für deren Sünden büßen, sondern sie werden für jeglichen Schmerz, den ich erleiden musste mit ihrem Blut tausendfach bezahlen.

Die Schere fühlt sich gut an, ich bezweifle sogar, dass sich jemals etwas besser angefühlt hat. Ich bin gerade gestorben, auch wenn ich noch weiterlebe.

Mein schwaches Ich ist jetzt hinüber. Nie wieder werde ich nachgeben. Nie wieder werde ich einem Menschen soviel Macht über mich geben. Sogar der geliebte Mensch hat nun seine Macht verloren. Es ist jedoch nicht meine Schuld. Nein, nichts war meine Schuld.

Dabei hätten drei kleine Worte mein altes Ich gerettet, nur dieses Ich war dem geliebten Menschen nicht einmal drei Worte wert.

Das ist der Preis für Vernachlässigung. Ihr werdet es schon sehen.

 

7.5.07 22:51, kommentieren

Gedanke des Tages

Es geht mir zurzeit, wie man an meinen heutigen Einträgen gut sehen kann, echt beschissen. Trotzdem ist mir dieser Satz wieder in meinen Kopf gehuscht und geht mir nicht mehr aus den Gedanken. Ich will ihn mit Euch teilen, vielleicht hilft er euch so wie er mir half:

Ich weine aus Angst dich zu verlieren, doch ich weine auch aus Dankbarkeit, für die Zeit die mir noch mit dir bleibt.

7.5.07 23:00, kommentieren

Liebes Tag...ach, egal

So, Ich hoffe, dass ich mich jetzt endlich mal wieder dazu durchringen kann (und irgendwie die Zeit find neben Matura) mein Blog hier wieder regelmäßig zu erweitern. War gestern eh ganz brav, dank ner kleinen Depri-Phase, die mich mit Inspiration versorgt hat. Wünscht mir also viel Glück dafür   . Und jetzt gibts noch nen gscheiten Satz, der heut irgendwie passend is, find ich (die Betroffenen werdn wissn warum):

Amoris vulnus idem sanat, qui facit. (also zu Deutsch)Die Wunden der Liebe können nur von dem geheilt werden, der sie verursacht hat.

– Syrus Pubilius

8.5.07 17:49, kommentieren

Sehnsucht

Das Gefühl ist wie nie zuvor,

springt aus meinem Herz hervor,

wo es sich dann ewig dreht,

und auch niemals mehr vergeht.

 

Egal wo ich auch nur hinsehe,

egal wie viel ich auch flehe,

es wird von Tag zu Tag mehr,

ja, du fehlst mir wirklich sehr!

 

Für immer will ich dich lieben,

allen deinen Schmerzen besiegen,

will, dass du immer da bist,

hoff, dass du mich auch so misst.

 

Meine Sehnsucht lässt nicht nach,

glaub mir, es ist wirklich zach.

Drum bitte, komm sofort zu mir,

denn ich sehn mich so nach dir.

9.5.07 18:28, kommentieren

Wie geht das nur?

Wisst Ihr, in den letzten Wochen und Monaten ist so wenig in meinem Leben passiert, und doch hat sich so viel in meinem Inneren verändert. Ich hätte nie gedacht, dass ich zu solch extremen Gefühlen fähig bin, oder dass solch extreme Gefühle überhaupt existieren. So viel Liebe, wie ich zurzeit empfinde, habe ich noch nie in meinem Leben gefühlt. Es ist als wären jeden Tag Ostern, Weihnachten und mein Geburtstag gleichzeitig! Es ist einfach wunderschön in dem Gewissen schlafen zu gehen, dass es einen Menschen in der Welt gibt, der einen liebt. Schöner natürlich ist das Gefühl, einzuschlafen, wenn man genau weiß, dass man, wenn man aufwacht, das wunderbarste und genialste Geschöpf neben einem liegen hat. Ich weiß bis heute nicht, womit ich so viel Glück verdient habe. Ich bin kein toller Mensch, und doch kann diese unglaublich umwerfende Frau mich lieben. Warum auch immer es so ist, ich bin unsagbar glücklich darüber. Ich weiß wirklich nicht, was ich ohne sie machen würde. Jede Sekunde ohne sie ist wie eine kleine Ewigkeit, die nicht vergehen will. Sobald sie jedoch hier ist, verfließt die Zeit viel zu schnell. Jedes Mal, wenn ich gehen muss, dann schmerzt mein gesamtes Herz. An einigen Tagen könnte ich nur weinen, da sie nicht hier ist. Trotzdem sind es keine Tränen der Trauer, sondern Tränen des Glücks über die bloße Existenz meiner großen Liebe. Ich danke dir, dass du mich lieben kannst. Ich danke dir, dass du mir gezeigt hast, zu was mein Herz doch fähig ist. Ich danke dir, dass du da bist. Du bist mein Leben.

9.5.07 18:40, kommentieren

Wo ist die Sonne?

Die Sonne ist "nur" 50 km entfernt, zumindestens die Sonne, die wirklich Licht in mein Leben bringen kann. Von dort erhellt sie meinen Tag, auch wenn sie nicht direkt neben mir steht. Wann immer ich an sie denke, gewinne ich Kraft und ihre läuchtenden Strahlen spenden mir neue Lebensenergie und zaubern ein Lächeln auf mein sonst emotionsloses Gesicht. Ich hoffe nur, dass meine Sonne bald zu ihrem Mond kommt, auch wenn es für die beiden nicht gerade leicht ist sich zu treffen.

11.5.07 00:00, kommentieren