Der Dolch für zwei

Mein Herz blutet und das schnell,

rasch versickert im Boden das Blut,

draußen scheint die Sonne hell,

denn ich war nicht auf der Hut.

 

Nun habe ich was mir gebührt,

und du allein bist schuld daran,

denn du hast mein Herz verführt,

und treibst den roten Strom voran.

 

Sehen willst du nun meinen Tod

beschleunigst ihn mit einem Hiebe,

und ich sage dir in meiner Not,

wie sehr ich dich wirklich liebe!

 

Jetzt lieg ich vor dir, rühr mich nicht,

werde dich nun nicht mehr halten,

Tränen rinnen über dein Gesicht,

geweint wie von Naturgewalten.

 

Du hältst meinen Kopf in Armen,

wirst überwältigt von deinem Schmerz,

du kanntest bis jetzt kein Erbarmen,

und rammtest dir den Dolch ins Herz.

 

Zur Liebe gehören immer zwei,

nun jagt dieser Gedanke dich,

denn du gabst mich soeben frei,

und nun tut’s dir Leid um mich.

29.5.07 17:11

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