Tagebuch

Hoffnung?

Eines der wohl unlogischten Gefühle, zu denen ich noch fähig bin, ist Hoffnung. Warum mache ich sie mir, obwohl mein Geist mir doch sagen sollte, dass sie nicht vorhanden ist? Warum will ich etwas wagen, von dem ich mir sicher bin, dass es unmöglich ist? Oder ist es das vielleicht eben doch nicht? Und genau diese letzte Frage stellt die Hoffnung dar. Es gibt doch eine kleine Chance, es zu erreichen, es gibt diese winzige Chance, dass meine Gedanken sich irren, dass es so wird, wie ich es mir wünsche und ich so mehr gewinne, als ich jemals als Einsatz hineinwerfen könnte. Doch ist es dann schlecht zu hoffen? Ich denke nicht, solange man durch diese Hoffnung nicht zu viel riskiert...ja, es mag etwas unlogisch sein, doch genau betrachtet ist Hoffnung ein wichtiger Anker des Seins, und wie ich so gern sage: "Ich hoffe nur meine Hoffnung stirbt zuletzt!"

1 Kommentar 15.7.08 14:34, kommentieren

Das Theater des Lebens

Oh, welch Meisterwerk des Regisseurs! Erst lässt er seine Hauptfigur das ganze Stück lang leiden, lässt ihn ungeahnte Höhepunkte erklimmen, nur um ihn dann schmerzhaft auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Und just in dem Moment, als schon alles verloren schien, und sich der Hauptdarsteller an seine für ihn vollkommen blinde Welt anpassen wollte, just in dem Moment als er kurz davor stand sich das Augenlicht endlich zu nehmen, just in dem Moment als Resignation als der einzige Ausweg aus einem Gedankenpool des Leids schien...just in diesem Moment, als das Messer schon geschärft in seiner Hand lag, tritt die Wende ein. Brilliant! Ein Meisterstück!

Ein neuer Charakter wird eingeführt. Erst scheint er wie alles andere, doch dann weckt etwa das Interesse unseres Helden. Das Brodeln unter der äußeren Schicht scheint er bis zum Innersten seines Herzens zu hören. Ist es möglich? Ist es möglich, dass er doch nicht allein ist? Gibt es wahrlich noch Wesen, denn Menschen können dies wohl nicht, die wahrlich mit wissenden Augen und sehenden Gedanken durch die Welt schreiten.

Doch was mag das Stück nun im Petto haben? Mag es sich zu einem Entwicklungsroman wandeln? Wohl kaum. Eine Tragödie? Das wäre passend, jedoch sagt mir etwas, dass es das nicht tun wird. Dann vielleicht Komödie? Also witzige Elemente waren schon immer dabei, jedoch immer in einem galgenhumoristischem Stil. Viele Möglichkeiten bleiben nun nicht mehr. Doch blickt unser Held nun wieder in die Welt. Das erste Mal seit langem, sieht er einen winzigen Hoffnungsschimmer. Gibt es Rettung? Sieht der neue Charakter auch dieses Licht? Ja, er kann doch sein eigenes dunkles Licht nicht übersehen. Diese Ausstrahlung, diese untergründige Weisheit, diese ach so verletzliche und doch unverwundbare Natur.

Ewigkeit im Spiegelbild. Ja, das ist es. Warum kann man sich nicht ewig in den Spiegel sehen? Es macht einen glücklich...zum ersten Mal seit langem, zauberte sein Spiegelbild ihm ein Lächeln auf das schon tot geglaubte, unbewegliche Gesicht. Lang erschlaffte Muskeln regten sich. Und dann...lächelte es zurück. Welch Frohlocken!

1 Kommentar 14.7.08 11:58, kommentieren

Gut und Böse

Hatte heute Nacht einen Interessanten Gedanken:
Was ist ein böser Mensch? Ist es ein Mensch der böse Dinge tut? Aber was sind eigentlich böse Dinge? Ist es Lügen, Betrügen oder töten? Nein, ich glaube ein böser Mensch ist nicht unbedingt jemand der für die Allgemeinheit böse Dinge tut, sondern ein böser Mensch ist ein Mensch der irgendetwas in einer bösen Absicht tut. Wenn man also in einer guten Absicht lügt (zB um jemandem Mut zu machen, damit er/sie etwas ganz wichtiges schafft), dann ist es auch nicht eine böse Tat. Wenn man aber in böser Absicht etwas Gutes tut (zB Geld an einen Kriegsverbrecher verschenken, damit er einen mal unterstützt), dann ist natürlich auch eine böse Tat.
Ja, diese Zusammenfassung meiner Gedanken wollte ich nur schnell mit euch teilen, abschließend will ich noch eine Kleinigkeit einwerfen:
Der Zweck heiligt alle Mittel!
Ist dem wirklich so? Ich denke nicht!

1 Kommentar 17.7.07 12:20, kommentieren

Der weitere Weg

Matura....geschafft
Freundin...noch immer
Freunde...die wichtigsten
Urlaub...keiner mehr geplant
Beruf...bald Zivi
Zukunft...vorhanden

Klingt doch alles nicht so schlecht, oder? Ich kann mich nicht wirklich beschweren, auch wenn ich mir mal wieder sehr verlassen vorkomme. Es gibt Schlimmeres, aber ich bin trotzdem sehr von einigen Leuten enttäuscht. Man sollte nie an Versprechen glauben, sonst wird man nur fallen gelassen. Worte bedeuten leider nur noch den wenigsten Menschen etwas...nunja, ich glaube an Kharma, also so einige Leute werden im nächsten Leben nichts besseres als ein kleiner, schleimiger Wurm.

Aber egal, ich bin glücklich, so seltsam das jetzt klingen mag. Und ich will mehr schreiben, endlich....hoffe ich finde im nächsten Monat die Zeit dazu. Wünscht mir Glück!

8.7.07 13:43, kommentieren

noch 11 mal schlafen

Ich packs noch immer nicht so ganz. In 11 Tagen hab ich die Schule hinter mir, wenn alles gut geht. Endlich Matura! WUHU!!!!!
Ka, wie ich es feiern werde, aber ich glaube Donauinselfest wär mal ne gute Möglichkeit, am besten mit meinem Sonnenschein gemeinsam, wenn sie scheinen darf, versteht sich.
Aber naja, jetzt heißts noch ne Woche gscheit lernen, damit ich dann ausrasten kann.
Heute war sowieso ein toller Tag, also wenns so weitergeht bin ich zufrieden.
Und ein großes "Tut leid!" an alle, die gehofft haben hier kommt jetzt was intelligentes oder vielleicht sogar lyrisches nach so langer Zeit Untätigkeit, aber zurzeit hab ich einfach andere Sachen zu tun.

Also dann, bis bald
morte ascendo

12.6.07 00:17, kommentieren

Weg hinaus?

Hm...es ist irgendwie seltsam. Man weiß, wo man hin will, man was, was man will und man weiß sogar, dass man mit Sicherheit ans Ziel gelangen wird.
Warum also, verspürt man dann trotzdem immer wieder das Gefühl abbiegen zu wollen, obwohl vor einem eine sichere Straße liegt? Wieso sollte man nicht den sicheren und halbwegs bekannten Weg gehen?
Ich glaube es ist Neugier, und ganz einfach die Länge des Weges. Es könnte ja sein, dass der andere Weg kürzer ist, doch ob dort auch so ein wunderschönes Ende liegt? Wenn man es nicht ausprobiert, kann man es nicht wissen.
Aber eines muss einem klar sein, diese Wege, die vom großen und wunderbaren Weg abzweigen, der von der hellsten Sonne erhellt wird, diese abzweigenden Wege sind Einbahnstraßen, es gibt also kein zurück mehr.
Ich glaube die Gefahr, so in eine Sackgasse oder Schlimmeres zu gelangen, ist mir zu hoch, und so bleibe ich mit gutem Gewissen auf dem mir bekannten Weg.

1 Kommentar 30.5.07 18:55, kommentieren

kleiner Gedanke

Das hier kam mir heute während nem Gespräch mit ner guten Freundin zum Thema Liebe in den Kopf und musste einfach ausformuliert und geschrieben werden. Ich finde, das trifft relativ gut, was das Gefühl Liebe ist. Mich würde freun, wenn mir hier einige mittels Kommentar sagen, was für sie Liebe ist! Danke schon mal. 

Es ist wie eine kühle Brise an einem heißen Sommertag, die deiner Haut dieses leichte Kribbeln entlockt und dich einfach nur zufrieden grinsen lässt, während du dank deiner Sonne im ganzen Körper von Wärme erfüllt bist.

1 Kommentar 29.5.07 16:33, kommentieren